Sonntag, 16. September 2012

Der "regionalen Angelegenheit" viel Glück!

champions league

Am Dienstag und Mittwoch startet die neue Champions League Saison. Borussia Dortmund wird am Dienstag gegen Ajax Amsterdam versuchen auch international mal zu überzeugen. Und dabei wünsche ich der “regionalen Angelegenheit” (Uli Hoeneß) viel Glück!

Ganz uneigennützig ist dieser Wunsch natürlich nicht. Natürlich bevorzuge ich, im Vergleich zu vielen Bayern-Hassern, international grundsätzlich die deutschen Mannschaften. Aber das ist nicht der einzige Grund. Die deutsche Bundesliga braucht die Punkte für Europa, man kann nicht immer nur von Bayern München erwarten, für weitere Startplätze in den europäischen Wettbewerben zu sorgen.
Und dann wäre da noch die 3-fache Belastung, die Bayern München fast immer geht und der schwarz-gelben Regionalmannschaft nach kläglichen internationalen Auftritten fehlte. Ein Umstand, der im Kampf um die Meisterschaft nicht zu unterschätzen ist.

In diesem Sinne wünsche ich Borussia Dortmund also viel Glück und hoffe, sie können sich da irgendwie durch ihre Gruppe kämpfen.

Bayern München spielt am Mittwoch gegen Valencia. Nachdem wir bereits äußerst erfolgreich in die Bundesliga-Saison gestartet sind, bin ich auch für den nächsten Schritt optimistisch. Ein Selbstläufer wird das allerdings garantiert nicht, auch wenn Bayern München in Heimspielen eine extrem positive Bilanz gegen spanische Teams hat.
Im Verein herrscht allerdings aktuell ein gewisser Hunger, der nicht zuletzt durch die motivierten Neuzugänge und einer gestiegenen Konkurrenzsituation entstanden ist. Und dieser Hunger lässt mich gespannt auf den kommenden Mittwoch blicken. Mit Vorfreude.

Schalke04 gegen Olympiacos, Borussia Dortmund gegen Ajax Amsterdam und Bayern München gegen Valencia. Wie starten die deutschen Teams in die Champions League Saison? Komm ins
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Freitag, 14. September 2012

Karl-Heinz Rummenigge vs "Experten"

tv-im-mull_17-1031140058Zwischen WM-Qualifikation und Bundesliga gab Karl-Heinz Rummenigge uns mit seiner Kritik an die sogenannten TV-Experten ein neues Thema vor.
Interessanterweise überschattete er dabei sogar die erneuten Dortmund-Äußerungen von Uli Hoeneß, die nicht annähernd so viel Resonanz brachte.

Also was kritisiert Karl-Heinz Rummenigge eigentlich genau? Auf www.facebook.com/91minute wurde das Bild mit dem Original-Text (ursprünglich von der SPORTBILD veröffentlich) geteilt.

Ein Kernpunkt seiner Kritik war der Umgang mit den 40-Millionen-Euro Transfer von Javi Martinez. Die meisten Experten schienen ihr Wissen auch nur aus der BILD-Zeitung zu haben, niemand war wirklicher Martinez-Insider, aber alle gaben ihren Senf dazu in den Medien ab. “Zu groß, zu klein, zu rund, zu eckig, zu spanisch, nicht zu spanisch….”, Karl-Heinz zog die vielen verschiedenen Meinungen mit seiner Kritik ins Lächerliche und zeigte sogar auf, wie beispielsweise Thomas Berthold seine eigene Meinung innerhalb von 5 Tagen wieder änderte. Von “Martinez ist zu teuer” kam der Ex-Spieler dann auf “Martinez  ist Gold wert.”

Die TV-Experten sind für mich durchweg alle als “Entertainer” angestellt. Herausnehmen möchte ich hierbei lediglich Thomas Helmer, der mittlerweile sogar ganze Sendungen auf angenehme Art und Weise eigenständig moderieren kann. Diese “Entertainer” sollen möglichst laut klappern, die handwerkliche Seite wird vom geschulten Personal übernommen.
So kommt es dann dazu, dass Mehmet Scholl mit Vorliebe Bayern-Spieler in der ARD kritisiert, Oliver Kahn im ZDF einen auf Hoeneß-Nachfolger in Sachen “Abteilung Attacke” macht und Lothar Matthäus seine Liste mit kuriosen Zitaten (“Für Martinez ist es eine andere Liga, ein anderes Land, eine andere Sprache.”) vervollständigt.
Diese Entwicklung der klappernden Entertainer nervt mich im Umfeld von Fussball-Übertragungen.Es hat etwas von dieser Emotionalisierung bei “Deutschland sucht den Superstar” und anderen TV-Formaten. Es ist zu viel Effekthascherei und die Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke.

Da ich inhaltlich voll auf der Seite von Karl-Heinz Rummenigge bin, stellt sich für mich eigentlich nur noch eine Frage: hat er diesen Text wirklich selbst geschrieben?
Die Art und Weise wie der Text geschrieben wurde, das ist schon große Klasse. Mit Witz, Charme und Wortspiel. Toll aufgebaut, klasse Einleitungen und es saß einfach jeder Punkt am richtigen Platz.
Warum bloggt eigentlich Oliver Kahn für BILD.de, unter Umständen sogar mit einen Ghostwriter (ich habe keine Ahnung ob das so ist!), wenn am Karl-Heinz so ein kleiner Dieter Nuhr verloren gegangen ist, der mit solchen Texten zu begeistern weiß?

Bild: freepik.com “Beim Anblick mancher TV-Experten möchte Rummenigge wohl lieber sein TV-Gerät entsorgen…?”

Samstag, 8. September 2012

Deutschland 3:0 Färöer–Warum die falschen Erwartungen?

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Oliver Kahn hat ein Schützenfest erwartet. Und Katrin Müller-Hohenstein fragte, ob man eventuell einen zweistelligen Sieg sehen würde.
In diversen Online-Kommentaren urteilen die Fans, es wäre eine schwache Leistung gewesen, denn die Millionäre könnten vor lauter Geld ja gar nicht mehr laufen.

Mit einen 3:0 Sieg über die Färöer-Inseln startete Deutschland erfolgreich in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014.

Italien hat 2007 mit 2:1 und 3:1 gegen die Insel-Spieler gewonnen. Ein Jahr später hat Frankreich auch nur mit 1:0 gewonnen, wieder ein Jahr später waren dann wieder die Italiener, die nur ein weiteres 1:0 schafften.
Die höchsten Niederlagen sind mit 5:0 angegeben….

Also wie kommt man eigentlich auf das schmale Brett, Deutschland müsse unbedingt ein “Schützenfest” und eigentlich auch einen zweistelligen Sieg gegen die Färöer-Inseln schaffen?

Hauptverantwortlich sind sicherlich solche Experten wie Oliver Kahn, die aus irgendwelchen Gründen solche Erwartungen in den Vorberichten wecken. Und leider gibt es ausreichend Experten-Fans, die vorm TV sitzen und alles ungeprüft nachquatschen, was sie so erzählt bekommen oder in der BILD-Schlagzeile des Tages lesen.

Das 3:0 gegen Färöer ist nichts Außergewöhnliches. Aber es ist durchaus ein akzeptables Ergebnis.

Bild: TV Screenshot

Sonntag, 2. September 2012

FCB 6:1 VFB–Sechs Erkenntnisse zum Spiel

fc bayern gewinnt 6 zu 1 gegen vfb stuttgart screenshot livestream

Am zweiten Spieltag musste der FC Bayern München gegen den VFB Stuttgart spielen. Und es sollte ein ereignisreicher Sonntag für uns Zuschauer werden…
Es gibt sicherlich einige Erkenntnisse, die Experten und solche, die sich dafür halten, aus diesem Spiel ziehen können. Und hier sind meine eigenen…

1. Schweinsteiger ist zurück!
Bastian Schweinsteiger spielte. Und er machte es richtig gut. Natürlich gelang noch nicht alles. Natürlich gingen einige Bälle nicht dorthin, wo sie vielleicht sollten.
Aber er spielte. Er war da. Und wir konnten auch endlich wieder Zeuge des Basketball-Jubels von Bastian Schweinsteiger werden.
Was will man denn mehr?

2. Toni Kroos …plötzlich gut!?
Über Toni Kroos habe ich mich in der Vergangenheit so manches mal geärgert. Aber nicht nur in der 33. Minute, er hämmerte gerade das 2:1 ins Netz, fiel er mir positiv auf.
Ganz allgemein scheint es eine Leistungssteigerung zu geben.
Bleibt zu hoffen, dass diese Entwicklung nicht nur Schönwetterspielerei ist, sondern Toni Kroos´ Leistungskurve auch bei schwereren Spielen nach oben zeigt.

3. Gustavo motiviert
Luiz Gustavo scheint durch die Neuverpflichtung von Javi Martinez besonders motiviert zu sein. Auf jeden Fall lieferte er nicht nur ein gutes Spiel ab, sondern erzwang mit seinen Distanzschuss auch die Vorentscheidung im heutigen Spiel gegen Stuttgart.

4. Mandzukic ein Gewinn
Anders kann man es wohl nicht sagen. Wer hätte gedacht, dass Mandzukic eine der ausschlaggebendsten Neuverpflichtungen ist?
Wie er auf die Flügel ausweicht, die Bälle hält und Flanken reinschlägt… Das gefällt.

5. Es müllert wieder
Thomas Müller ist nicht nur hochtalentiert, er scheint auch einen eisernen Willen zu haben. Er rennt, kämpft, beisst und versucht… und wird endlich auch wieder für seine Bemühungen belohnt – mit Toren.

6. Auch im Rückstand gefährlich
Eine wichtige Erkenntnis, besonders für die Bayern-Spieler: auch wenn wir  im Rückstand geraten, heißt das noch gar nichts. Nur 15 Minuten später kann das Spiel schon ganz anders aussehen. Man kann es schon in der Tasche haben. Ein wichtiger Schritt zurück zum “Mia san mia”.

Das Fazit dürfte lauten, dass es ein geiler Sonntagabend war. Und das es so ganz nebenbei auch noch für das Schaulaufen von Geburtstagskind Javi Martinez reichte, war ein kleiner Bonus.

Bild: TV-Screenshot, nachbearbeitet

Donnerstag, 30. August 2012

Champions League 2012/2013: Wer spielt gegen wen?

Gruppe A
1. FC Porto
2. Dynamo Kiew
3. Paris St. Germain
4. Dinamo Zagreb

Gruppe B
1. FC Arsenal
2. Schalke 04
3. Olympiakos Piräus
4. SC Montpellier

Gruppe C
1. AC Mailand
2. Zenit St. Petersburg
3. RSC Anderlecht
4. FC Malaga

Gruppe D
1. Real Madrid
2. Manchester City
3. Ajax Amsterdam
4. Borussia Dortmund

Gruppe E
1. FC Chelsea
2. Schachtjor Donezk
3. Juventus Turin
4. FC Nordsjaelland

Gruppe F
1. Bayern München
2. FC Valencia
3. OSC Lille
4. FC Bate Borisow

Gruppe G
1. FC Barcelona
2. Benfica Lissabon
3. Spartak Moskau
4. Celtic Glasgow

Gruppe H
1. Manchester United
2. SC Braga
3. Galatasaray Istanbul
4. CFR Cluj

 
Die Chancen auf die dritte Meisterschaft in Folge dürften in Dortmund heute wieder gestiegen sein. Wie beispielsweise in der vergangenen Saison, stehen die Chancen auf ein frühes Ausscheiden in der Champions League sehr hoch. Bei der bisherigen internationalen Leistung ist es kaum vorstellbar, dass der BVB sich bei diesen Gruppengegnern für das Achtelfinale qualifiziert. Die Folge wären wieder jede Menge spielfreie Tage, die Borussia Dortmund in der jüngeren Vergangenheit dazu nutzen konnte, sich vollkommen auf die nationalen Titel zu konzentrieren.

Ausreden sollte es für Dortmund aber keine geben. Wer national die höchste Punktzahl in der deutschen Meisterschaft einfahren kann, sollte auch in der Lage sein, Real Madrid zu ärgern, Manchester City an zwei guten Tagen zu schlagen und dann bleibt da noch die Pflicht: je 3 Punkte bei den Spielen in und gegen Ajax.
 
Schalke04 dürfte mit etwas Glück und guten Willen auch in die nächste Runde einziehen. Mit Arsenal, Olympiakos und Montpellier stehen durchaus lösbare Aufgaben an, die einen zweiten Platz in der Gruppe B möglich machen sollten.
 
Der FC Bayern München hat eine total leichte Gruppe. Ein Selbstläufer.  Total easy.
Und genau diese Gedanken könnten zum Problem werden. Natürlich gibt es keine Selbstläufer in der Champions League. Und das wissen hoffentlich auch die Verantworten, Trainer und Spieler beim FC Bayern noch.
 
Wie schätzt Ihr die Chancen der deutschen Vereine in der Champions League Saison 2012/2013 ein?

Mittwoch, 29. August 2012

Javi Martinez–der Rekordtransfer

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Der FC Bayern München ist für seine nationalen Rekorde bekannt. Und jetzt stellen sie mit der Verpflichtung des Spaniers Javi Martinez einen neuen Rekord auf. Noch nie wechselte ein Spieler für 40 Millionen Euro in die Bundesliga!

Ein bisschen wurde allerdings geschummelt. Martinez verzichtet auf 10 Millionen Euro Gehalt, verteilt über 5 Jahre mit je 2 Millionen, um beim deutschen Rekordmeister spielen zu können. Im Prinzip ist der Mittelfeldspieler also genauso teuer, wie einst Mario Gomez, der für 30 Millionen Euro vom VFB Stuttgart gekommen war. Oder waren es doch 35 Millionen Euro? Die Angaben schwanken von Zeit zu Zeit.
Und nicht zu vergessen wäre Dzeko, der von Wolfsburg auf die englische Insel wechselte und ebenfalls 35 Millionen Euro kostete.

Rekordtransfer oder nicht. Die Medien pfeifen auf Details, sie haben ein genaues Auge auf Javi Martinez. Und hier stellt sich nun die Frage, ob der 23jährige Spieler die riesengroßen Erwartungen überhaupt erfüllen kann?
Selbst der Verein sagt, eigentlich seien die 40 Millionen Euro völlig übertrieben. 20-25 Millionen Euro wären der eigentliche Marktwert, aber man hätte ich ihn unbedingt haben wollen und deswegen etwas Verrücktes gemacht.

Die Medien interessiert das alles nicht. Und zahlreichen Fans und Kritikern ganz bestimmt auch nicht. Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis diese Transfersumme schlagzeilentechnisch zur Ohrfeige für Martinez werden. Je länger sich diese Einlage aber verzögert, beispielsweise durch einen ähnlich erfolgreichen Einstieg wie ihn einst Robben hatte, desto wirkungsloser sind diese Ohrfeigen. Für Verein und Fans, aber auch für Martinez, wäre es eine tolle Sache.

Natürlich nervten die ständigen Wasserstandsmeldungen und das ganze Chaos rund um die Verpflichtung. Aber der Spieler kann dafür ja eher gar nichts. Um so respektabler, dass er auf so viel Geld verzichtet, um beim FCB spielen zu können.
Deswegen denke ich, dass er damit schon den ersten Schritt in die Herzen der Fans gemacht hat.

Willkommen beim FC Bayern, Javi Martinez. Auf eine gute und erfolgreiche Zeit.

Bild: freepik.com

Montag, 27. August 2012

Sammer denn jetzt alle Kritiker?

Sportdirektor Matthias Sammer hat sein erstes Bundesliga-Spiel auf der Bayern-Bank verbracht. Offenbar scheint der neue Kopf des FCB einigen, oder einigen mehr, ein wenig zu intensiv bei der Sache zu sein.

Franz Beckenbauer gab zu bedenken, Heynckes könne eventuell aufgrund der Aufmerksamkeit, die auf Sammer liegt, eifersüchtig werden.
Heribert Bruchhagen, der eigentlich genug mit Eintracht Frankfurt zu tun haben sollte, kritisierte die Handzeichen (während des Spiels) von Sammer und sagte, er habe wohl Verständnis dafür, wenn Heynckes ihn oben in sein Büro schicken würde.
Auch Oliver Kahn, der ja nun für BILD unter die Blogger (neudeutsch für “Kolumnisten”) gegangen ist, stellt das Sammer-Verhalten in Frage und sieht darin schon Konfliktpotential.
Udo Lattek wurde auch wieder einmal gefragt und sagte: “Diese Hampelei auf dem Platz muss nicht sein.”.

Ich überlege noch, wer fehlt? Thomas Schaaf wäre doch mal ganz interessant? Wahrscheinlich wäre es so etwas wie: “Das interessiert mich überhaupt nicht. Nächste Frage.”.
Oder Jogi Löw, mit einem ganz klassischen “Jaaaa, ich saaag mal….. Dassss, muss der Verein letztendlich auch selber wissen.”.

Aber Spaß beiseite. Natürlich besteht ein gewisses Konfliktpotential, wenn der Sportdirektor sich zu sehr ins laufende Spiel einbringt oder fast schon als “Chef-Trainer” der “Trainer” und “Co-Trainer” wirkt. Wichtig hierbei ist, dass Jupp Heynckes und Matthias Sammer sich tatsächlich so gut verstehen, wie der Sportdirektor in der jüngeren Vergangenheit immer wieder betonte. Solange da ein gutes Vertrauensverhältnis besteht, sollten sie das noch im Griff haben. Schwierig wird es erst, wenn sich Misstrauen breit macht und der Erfolg ausbleibt.
Grundsätzlich sehen ein paar weitere geschulte Augen aber wohl deutlich mehr. Und die Spieler könnten sich vor zwei dominanten Augenpaaren auch nicht so schnell verstecken.

Wenn der Erfolg ausbleibt, gibt es immer Punkte, über die man diskutieren kann und muss. Dieser wird wohl einer werden, wenn es in der kommenden Saison mal schlecht aussieht. Aber bis dahin muss man Heynckes und Sammer einfach selbst entscheiden lassen, wo ihre Grenzen sind.